Bilingualer Unterricht am JBG

Die Bedeutung des Englischen wird auf allen Ebenen immer wieder hervorgehoben. Um die Sprache auch in andere, in diesem Fall die Nichtkernfächer hineinzutragen, haben sich insgesamt sechs Lehrkräfte der Fachschaft Englisch in diesem Schuljahr an das Projekt „bilingualer Unterricht“ herangewagt.

Worum geht es hierbei? Laut einem Kultusministeriellen Schreiben vom 29. Mai 2007 gibt es grundsätzlich vier Varianten:

  • Zweisprachige Züge , bei denen nach einer Vorlaufphase in Form von erweitertem Fremdsprachenunterricht ein oder mehrere Sachfächer mit meist erhöhter Stundenzahl bis hin zum Abitur zweisprachig unterrichtet werden können.
  • Zweisprachiger Unterricht in einem Sachfach in einer Jahrgangsstufe oder mehreren Jahrgangsstufen, beispielsweise nur in der Mittelstufe oder Oberstufe
  • Zweisprachige Module: mehrstündige zweisprachige Unterrichtseinheiten innerhalb des regulären Sachfachunterrichts in geeigneten Jahrgangsstufen ohne sprachliche Vorlaufphase. Eine Stundenverstärkung ist nicht erforderlich, aber z. B. im Rahmen der (freiwilligen) Intensivierungsstunden möglich.
  • Sonstige Formen des bilingualen Sachfachunterrichts wie z. B. Wahlkurse, Arbeitsgemeinschaften und Projekte mit der Fremdsprache als Arbeitssprache oder im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts beispielsweise als Seminarfach in der Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums.

Wir haben uns an unserer Schule auf die dritte Variante geeinigt, da sie zum Einstieg diejenige ist, die am wenigsten organisatorischen Aufwand benötigt. Zum einen kann die Lehrkraft sich innerhalb des eigenen Faches entscheiden, an welcher Stelle im Schuljahr eine Unterrichtseinheit auf Englisch durchgeführt wird. Nicht alle Themenbereiche eignen sich gleich gut, einerseits auf Grund der inhaltlichen Seite, andererseits aber auch auf Grund der möglicherweise doch oftmals eher abstrakten Terminologie, die eine Thematik durchzieht. Wenn es dann wieder zum Beispiel konkreter und anschaulicher (Religion, Ethik) oder aber der landeskundliche Bezug (Geschichte, Geographie) deutlicher wird, kann die Fremdsprache auch eine interessante Abwechslung sein.

Zum anderen muss der modulare Ansatz nicht beim Kultusministerium beantragt werden. In jedem Fall wird die Sprache der Leistungsnachweise den Schülerinnen und Schülern überlassen.

In den folgenden Fächern ist der bilinguale Ansatz versucht worden: Ethik, evangelische Religionslehre, Geographie und Geschichte. In Biologie wird für die Oberstufe ein dann beim KM anzumeldendes Projekt avisiert.